Aktuelle Reisetermine:
Mittwoch, 25.4.2018 - Donnerstag, 10.5.2018 (Brutzeit)
Mittwoch, 5.9.2018 - Donnerstag, 20.9.2018 (Zugzeit)

M O N G O L E I – Wüste Gobi, endlose Steppen und eine grandiose Vogelwelt

Endlose Weiten, gastfreundliche Menschen sowie eine einzigartige Vogelwelt lassen die Mongolei zu einem unvergesslichen Erlebnis werden (Foto: R.Nessing)

Eingebettet zwischen China und Russland ist die Mongolei etwa dreimal so groß wie Frankreich – es leben aber nur drei Millionen Menschen in diesem fantastischen Land. Berge, Steppe und Halbwüsten bedecken etwa 90% der Landesfläche. Der Rest ist bewaldet oder unter landwirtschaftlicher Nutzung.
Wir werden auf dieser Rundreise sowohl die südlichsten Ausläufer der sibirischen Wälder als auch endlose Steppen-Landschaften, genauso wie wunderschöne Täler und Felsformationen, Waldsteppe, Halbwüsten, das wenig besuchte Khangay-Gebirge und schließlich die mystische Gobi-Wüste mit ihren Saxaul-Wäldern und riesigen Dünen erforschen. Kommen Sie mit in ein fantastisches Land mit einer grandiosen Naturausstattung!

Höhepunkte:

Wüste Gobi mit riesigen Wanderdünen
Halbwüsten und Steppen-Seen mit seltenen Vögeln
Waldsteppe mit den letzten Wildpferden
Khangay-Gebirge und grandiose Felsformationen
einmalige Vogelwelt in einem noch wenig erforschten Land

Reiseverlauf:

Tag 1: Flug nach Ulaanbaatar
Flug nach Ulaanbaatar, Hauptstadt der Mongolei.

Tag 2: Ulaanbaatar und Umgebung
Ankunft in Ulaanbaatar (UB) und Fahrt ins Hotel. Danach führt uns ein erster Beobachtungsgang zu den Songino Khairkhan-Bergen und einem Teichgebiet am Rande der Hauptstadt. Zielarten sind hier: Lasurmeise, Blauelster, Weidenammer, Meisengimpel, Kronen-Beutelmeise, Strichelschwirl.

Die Reiter von Dschingis Khan (Foto: R.Nessing)

Tag 3: Ulaanbaatar - Dalanzadgad – Gobi-Gurvan-Saikhan-Nationalpark
Am frühen Morgen fliegen wir von UB nach Dalanzadgad in der Gobi-Wüste. Der Flug dauert nur etwa eine Stunde. Dort angekommen treffen wir unsere Fahrer und fahren mit geländegängigen Fahrzeugen zu einer Busch- und Baumanpflanzung am Rande von Dalanzadgad. Zielarten hier sind verschiedene Schnäpper- und Laubsängerarten (u.a. Taigaschnäpper, Goldhähnchen-Laubsänger). Mit Glück lassen sich hier auch seltenere Durchzügler aus Sibirien beobachten und fotografieren! Danach fahren wir zu einem Jurten-Camp am Rande des Gobi-Gurvan-Saikhan-Nationalparks. Dieser Nationalpark wurde 1993 gegründet und umfasst nunmehr 27.000 km². Er ist der größte Nationalpark der Mongolei. Sein Name kann übersetzt werden in „Die drei Schönen“, hervorgehend aus drei Teilgebirgen, die den östlichen Teil des Nationalparks formen. Diese Gebirge liegen am nördlichen Ende der Gobi-Wüste. Wir werden zwei Tage im östlichsten Teilgebirge, den Zuun Saikhan Bergen, auf Exkursion gehen. Nach dem Einchecken und Essen werden wir den Nachmittag im nahegelegenen Mukhar-Shivert-Tal verbringen.

Im Zuun-Saikhan-Gebirge (Foto: R.Nessing)

In einer bezaubernden, mit Wacholder bewachsenen Schlucht suchen wir u.a. nach Saker, Chukarhuhn, Chinesischer Schmuckgimpel, Karmingimpel, Dickschnabel-Rohrsänger, Braunwürger, Alpen- und Fahlbraunelle, Pallasammer und Maskenammer.


Tag 4: Yolyn-Am-Tal im Zuun-Saikhan-Gebirge

Zeitig fahren wir vom Jurt-Camp ins Yolyn-Am-Tal im Zuun-Saikhan-Gebirge. In den Tälern und auf den Berghängen wollen wir speziell nach Gebirgsvogelarten Ausschau halten, wie etwa Bartgeier, Mauerläufer, Chukarhuhn, Schneegeier, Mönchsgeier, Schlangenadler, Steinadler, und Bergpieper. Besonders aufmerksam müssen wir nach der hier endemisch vorkommenden Kozlov`s Braunelle/ Mongolischen Braunelle sowie dem Altai-Königshuhn Ausschau halten, dass insbesondere am Morgen seine charakteristischen Rufe von den Bergen erklingen lässt. In den Wacholderbüschen leben Chinesische Schmuckgimpel, Beghänflinge, Felsenammer (Emberiza godlewskii), Pallasammer (Emberiza pallasi), Steinrötel sowie mit etwas Glück können wir auch Steinortolan, Rosenmantelgimpel (Carpodacus rhodochlamys) und Berggimpel (Carpodacus (rubicilla) severtzovi). Schneefinken sind in größeren Schwärmen zu beobachten. Zu dieser Jahreszeit ziehen Greifvögel durch die Gobi, wie Amurfalken, Steppenadler und Schopf-Wespenbussarde, seltener hingegen der Trillersperber. Im Zuun-Saikhan-Gebirge leben der Sibirische Steinbock, Riesenwildschaf/Argali sowie der Mongolische Pfeifhase und der Altai-Pfeifhase sowie die Mittagsrennmaus.

Unendliche Weite und wenige Menschen: die Gobi (Foto: R.Nessing)

Tag 5: Bayanzag

Die Fahrt geht Richtung Nordost zum berühmten Bayanzag. Diese als “Flammende Kliffs” bekannte rote Sandsteinformation wurde vom amerikanischen Forscher und Paläontologe Chapman Andrews, der als Erster hier im Jahre 1922 Saurierknochen und -eier mit Embryonen fand, entdeckt.

In dieser trockenen Landschaft ist Trinkwasser für viele Vogelarten sehr bedeutend. Deshalb wollen wir an einer kleinen Oase inmitten der Gobi nach Vögeln Ausschau halten. Steppenhühner (Syrrhaptes paradoxus) kommen hier oft in sehr großen Schwärmen zum Trinken – eine gute Gelegenheit zu Fotografieren. Die Fahrt durch die Gobi ist spektakulär. Viele Ohrenlerchen (Unterart „brandti“) und ab und an Wüstenregenpfeifer und Steppenregenpfeifer bewohnen die unendlichen Weiten der steinigen bis sandigen Gobi.

“Flammende Kliffs” (Bayanzag) – Saurierknochen und reiches Vogelleben (Foto: R.Nessing)

Tag 6: Khongor Sanddünen

Nach einer morgendlichen Vogelexkursion in der umgebenden Steppe wollen wir wiederum Zugvögel und Standvögel suchen. Eine benachbarte Oase mit Pappelsträucher und Tamarisken bietet vielen Vogelarten Trinkwasser und Schutz. Gelegenheit, z.B. Mongolengimpel gut zu beobachten.

Weiter geht die Fahrt nach Khongoryn Els, wo es die größten Sanddünen der Gobi gibt. Bis zu 300m hohe Dünen, die bis zu 12 km breit und 100km lang sind, können hier bestiegen werden. Mit dem Gobi-Altai-Gebirge im Hintergrund ist diese Szenerie einzigartig! Hier suchen wir Saxaul-Sperling, Steppen-Raubwürger, Rötelfalke und Adlerbussard. Eine Besonderheit der Mongolei, der Mongolenhäher lebt hier in wenigen Paaren. Wir haben genügend Zeit, diesen seltenen Vogel in seinem Lebensraum aufzuspüren und zu fotografieren.

Der nächtliche Sternenhimmel am Jurt-Camp in der Gobi ist unbeschreiblich schön.

Sakerfalken sind in der Mongolei noch weit verbreitet (Foto: R.Nessing)

Sanddünen von Khongor els in der Wüste Gobi (Foto: R.Nessing)

Tag 7: Khongor Sanddünen – Orog See

Von jetzt an startet die Expedition in die Wildnis. Die Fahrt geht etwa 200 km auf Sandpisten Richtung Norden durch noch spärlicher bewohntes Gebiet. Wir halten aber zwischendurch immer wieder an, um Saxaul-Sperlinge, Steppen-Raubwürger, Mongolenhäher und Wüstengrasmücken zu beobachten. Die Fahrt geht entlang des Ikh-Bogd-Gebirges durch eine faszinierende Landschaft mit Wüste, Steppe, Saxaul-„Wäldern“. Ziel ist das Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung (Ramsar-Schutzgebiet) Boon-Tsagaan sowie der Orog-Nuur (Nuur = See) am Fuße des Gobi-Altai, in einer Höhe von 1.100m bis 1.235m NN. Diese Seen liegen in einer trockenen Halbwüste mit spärlicher Vegetation. Nach der Überquerung des Ikh-Bogd-Gebirges bei über 2.600m werden wir gegen Abend den Orog-Nuur und unser Zeltcamp erreichen.

Der Orog-Nuur ist ein Salzwassersee, gespeist vom Tuin-Fluss, der aus dem Khangai-Gebirge entwässert. Der Tui-Fluss schuf ein weites Feuchtgebiet am Ufer des Orog-Nuur.

 

Tag 8 und Tag 9: Orog-See

Wir werden den Tag am Fuße des Ikh-Bogd-Gebirges vebringen, dessen Gipfel mit 3.957m zu den höchsten Bergen des Gobi-Altai-Gebirges zählt.

Falls wir das Altai-Königshuhn im Zuun-Saikhan-Gebirge nicht gefunden haben, hier besteht wiederum eine gute Chance nach ihm zu suchen, ebenfalls Bartgeier, Schneegeier, Schneefink, Steinortolan, Himalaya- und Alpenbraunelle, Riesen-rotschwanz, Mattenschneegimpel, Waldschneegimpel, Chukarhuhn und Mongolen-gimpel. Eines der seltensten und weltweit gefährdeten Vogelarten, der Matten-schmätzer (Saxicola insignis), wurde hier als Brutvogel bereits nachgewiesen. Nur wenigen Ornithologen gelang es bisher, diese seltene Vogelart in ihrem Brutgebiet zu beobachten. Hier leben auch der Sibirische Steinbock und das Riesenwildschaf/ Argali.

Der Orog-Nuur ist für viele Wasservögel ein wichtiger Rastplatz inmitten der Wüste. In der Vegetation an seinen Ufern finden auch Singvögel (Stelzen, Schnäpper, Laubsänger) Nahrung und Schutz. Wir wollen hier einen ganzen Tag verbringen – viel Zeit zum Beobachten und Fotografieren. So manche ornithologische Überraschung ist hier möglich. Hier gelang dem Reiseleiter im Jahr 2016 der Erstnachweis des Rostbauch-Fluchtkuckucks (Hierococcyx hyperythrus) für die Mongolei! 

 

Tag 10 und Tag 11: Boontsagaan-See

Die Fahrt geht heute zum Boontsagaan-Nuur. Der Boontsagaan-Nuur hat eine Fläche von 252 km² und liegt auf 1.312 m über NN. Der See ist etwa 24 km lang und 11 km breit und hat eine Tiefe von 9,6m. Der Boontsagaan-Nuur ist der größte See in diesem Tal. Hier ist eines der wenigen Beobachtungsmöglichkeiten für Reliktmöwen, Bindenseeadler, Krauskopfpelikane und weitere weltweit gefährdete Wasser-vogelarten. An seinen Ufern rasten zehntausende Wat- und Wasservögel, u.a. Mongolenmöwen. Den Zufluss bildet der Baidrag-Fluss, an dessen Ufern wir in einem Jurtcamp oder im Zelt-Camp zwei Nächte verbringen werden.

Nur wenige Ornithologen besuchen diesem abgelegenen See. Bestandserfassungen der Brut- und Rastvögel sind deshalb hier besonders wichtig.

Boontsagaan Nuur – tausende Vögel, darunter Reliktmöwe und Bindenseeadler (Foto: R.Nessing)

ag 12.: Arvaikheer

Die Tagesfahrt führt uns heute ein letztes Mal durch die Wüste Gobi zurück in die Zivilisation. Nach einem Mittagessen in der Stadt Bayankhongor und einer anschließenden kurzen ornithologischen Pause am Tuin-Fluss geht die Fahrt weiter in die Stadt Arvaikheer in der Uvurkhangai Provinz. Hier werden wir die Nacht in einem Hotel verbringen. 

 

Tag 13: Arvaikheer – Sangiin Dalai-See – Hustai NP

Nach dem Frühstück führt die Fahrt nunmehr durch Bergsteppen. Unser erstes ornithologisches Ziel ist der Sangyn Dalai-See. Es ist ein kleiner aber lohnenswerter Steppensee. Hier leben Singschwan und Jungfernkraniche. Mit viel Glück kann man hier auch die Kamschatka-Samtente (Melanitta stejnegeri) finden, ebenso Ohrentaucher oder die Sichelente (Anas falcata) im hübschen Brutkleid. In der Umgebung des Sees leben Mongolenlerche, David-Erdsperling (Pyrgilauda davidiana), Spornpieper und Steppenpieper.

In einem Jurt-Camp im Hustai Nationalpark werden wir die beiden nächsten Nächte verbringen.


Tag 14: Hustai Nationalpark

Der Hustai Nationalpark ist einer von drei Gebieten in der Mongolei, wo Przewaslski-Wildpferde (Equusferus przewalskii) leben. Diese echten Wildpferde wurden hier seit 1992 wieder erfolgreich angesiedelt, nachdem das letzte Przewaslski-Wildpferd 1969 in der Dzungariin Gobi gesichtet wurde. Im Nationalpark leben auch Rothirsche und Sibirische Murmeltiere. Im Nationalpark und auf dem Weg zum Nationalpark können typische Vogelarten der Steppen gesehen werden: Mongolenbussard, Jungfernkranich, Isabellschmätzer, Mongolenlerche, Mönchsgeier, Steppenadler und Amurfalke.

Przewaslski-Wildpferde (Equusferus przewalskii) im Hustai-Nationalpark (Foto: R.Nessing)

Tag 15: Hustai – Ulaanbaatar

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Ulaanbaatar. Eine Pause an einem See nutzen wir noch einmal für Beobachtungen. Nach dem Einchecken im Hotel haben wir ein Abschlussessen in einem Restaurant in Ulaanbaatar.

Dschingis Khan-Monument vor dem Parlament in Ulaanbaatar (Foto: R.Nessing)

Tag 16: Flug von Ulaanbaatar
Fahrt zum Airport von Ulaanbaatar, wo wir uns verabschieden und individuell die Heimreise antreten.


Hinweis: Bei allen Reiseterminen kann es Wetter bedingt zu Programmänderungen kommen. Besondere Ereignisse können dazu führen, dass bestimmte Exkursionsziele nicht erreichbar sind und daher entfallen müssen! Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten!

Reiseleiter:

Rolf Nessing und lokaler Guide

Termin:Mittwoch, 25.4.2018 - Donnerstag, 10.5.2018
Mittwoch, 5.9.2018 - Donnerstag, 20.9.2018
16 Tage, 15 Nächte (davon 14 Nächte in der Mongolei)
Teilnehmerzahl:5-10 Personen
Aufpreis: 5-7 Personen: + 300,00 €
Preis:4.290,00 € pro Person im Doppelzimmer,
4.840,00 € pro Person im Einzelzimmer.

Enthaltene Leistungen:

  • Flüge ab/bis Frankfurt nach Ulaanbaatar (andere Abflughäfen auf Anfrage möglich, ggf. mit Aufpreis)
  • 14 Übernachtungen in guten landestypischen Hotels, Jurt-Camps bzw. in Zelten
  • Vollverpflegung während der Tour: Frühstück, meist Picknick/ Lunchpakete und Abendessen; vegetarische Kost auf Anfrage (Anreisetag: Abendessen; Abreisetag: Frühstück entsprechend Öffnungszeiten Hotel)
  • Transfers in der Mongolei lt. Programm inkl. Abholung und Transfer vom/zum Flughafen am An- und Abreisetag lt. Programm
  • alle Eintrittsgelder lt. Programm 
  • Deutsche Reiseinsolvenzversicherung durch Zugvogel-Reisen
  • tägliche Vogelliste

Nicht enthaltene Leistungen:

  • Persönliche Ausgaben und Getränke

Ausrüstung:

  • Flugplan mit Ihrem Buchungscode
  • Gültiger Reisepass
  • Fernglas
  • Falls vorhanden, unbedingt Spektiv und Stativ – es lohnt sich!
  • Regenschutz (auch Regenhose oder Poncho wenn vorhanden)
  • festes Schuhwerk, mögl. gut eingelaufen (Gummistiefel sind nicht notwendig)
  • Rucksack oder kleine Tasche für Tagesbedarf
  • Sonnen- und Mückenschutz, Sonnenbrille 
  • Bestimmungsbuch : 
    Brazil, M. (2009): Field Guide to the Birds of East Asia.              ISBN 978-0-7136-7040-0
    Ayé, R., Schweizer, M & T. Roth (2012): Birds of Central Asia.   ISBN 978-0-7136-7038-7
  • Weiterführende Literatur: 
    Reiseführer Mongolei, Trescher Verlag. ISBN978-3-89794-167-0

Alle Reisen können auch individuell als Gruppe gebucht werden.
Gerne berate ich Sie dazu!

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Kontakt:

Vogelzug-Reisen
Rolf Nessing
Clara-Zetkin-Straße 16
D-17279 Lychen
Deutschland

 +49 (0)39 888 – 52 584

  +49 (0)172 31 33 241

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