Aktueller Reisetermin: Freitag, 18.5.2018 - Montag, 28.5.2018

Donaudelta, Dobrudscha-Steppe, Schwarzes Meer und Karpaten – Rumänien im Frühjahr

Rosapelikane

Rosapelikane

Wir besuchen vier sehr unterschiedliche Vogellandschaften: Das riesige Donaudelta mit seinen verschlungenen Wasserläufen, mit Schilfflächen bis zum Horizont und seinen Lagunen. Das Donaudelta ist eines der wichtigsten und schönsten Feuchtgebiete Europas und wurde deshalb zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Beide in Europa lebende Pelikanarten, alle europäischen Reiherarten sowie etliche östliche Vogelarten, wie Zwergscharbe und Feldrohrsänger leben hier in zum Teil großen Populationen.


Die Dobrudscha-Steppe beheimatet ebenfalls seltene Vogelarten, wie z.B.: Isabell- und Nonnenschmätzer, Adlerbussard, Kaiseradler, Wiedehopf, Blauracke und Kurzfangsperber.

Große Feuchtgebiete entlang des Schwarzen Meeres bieten Limikolen und Seeschwalben sowie etlichen Schilf bewohnenden Singvogelarten gute Lebensbedingungen.

Die Karpaten beherbergen eine Vogelwelt der Berge und Bergwälder, wie Bergpieper, Ringdrossel, Balkan-Ohrenlerche und Halsbandschnäpper. Hier leben auch Braunbären, Wölfe und Luchse. Die uralte Kulturlandschaft Siebenbürgens ist reich an Schlösser und Burgen.


Höhepunkte:

  • Das größte Schilfgebiet der Erde mit seiner einzigartigen Vogelwelt, wie Rosa- und Krauskopfpelikane.
  • Vogelvielfalt in den Salzsümpfen am Schwarzen Meer und der Dobrudscha-Steppe.
  • Beobachtungen in einem der ältesten Gebirge Europas.
  • Uralte Karpatenwälder und alpine Matten in den Süd-Karpaten.


Reiseverlauf:


1. Tag: Anreise, rumänische Tiefebene und Dobrudscha

Vom Flughafen in Bukarest fahren wir in einem komfortablen Kleinbus durch die rumänische Tiefebene in Richtung Osten, Richtung Schwarzes Meer. Etwa auf halber Strecke machen wir eine kurze Rast in einem Feuchtgebiet. Bis zu 7 Reiherarten, Moorente, Limikolen, Schwarzstirnwürger, Rotfußfalke, Blauracke und Wiedehopf verschaffen uns einen ersten Eindruck über die Artenvielfalt in Rumänien.

Am Abend überqueren wir die mächtige Donau und gelangen in die Dobrudscha.


2. Tag: Greifvögel, Steinschmätzer und Ziesel in der Dobrudscha-Steppe

Am Rande eines Steppenwaldes wollen wir Greifvögel beobachten, wie Kurzfangsperber, Adlerbussard und Zwergadler. Hier brüten auch die seltene Balkanmeise, Wiedehopf, Blauracke, Bienenfresser, Schwarzstirnwürger, Brachpieper und Ortolan.

Unterwegs beobachten wir Ziesel und die in ihren Bauen brütenden Isabellschmätzer. In einem Naturreservat suchen wir Stein-, Nonnen- und Balkanschmätzer.

Wiedehopf (Foto: Rita Graf)

Wiedehopf (Foto: Gaby Dienst)

3. Tag: Limikolen, Rotflügel-Brachschwalben und Seeschwalben in den Lagunen

Heute fahren wir zum Schwarzen Meer. Zwergseeschwalben und Seeregenpfeifer brüten hier. Über dem Meer fliegen Pelikane. Hinter den Dünen des Schwarzen Meeres erstreckt sich ein großes Feuchtgebiet. Hier brüten Weißbart- und Weißflügelseeschwalben, Säbelschnäbler, Stelzenläufer, Rotflügel-Brachschwalben und viele Seeschwalben. Seltener ist der Feldrohrsänger zu hören. Vielleicht finden wir noch späte Limikolen-Durchzügler.

Am Nachmittag ist die Ruinenstätte von Histria unser Ziel. An diesem historischen Platz leben Weidensperlinge, Wiedehopf und Steinkauz.


4. Tag: Salzpfannen und das Donaudelta

Bevor uns das Linienschiff ins Donaudelta bringt, besuchen wir zwei Salzpfannen in der nördlichen Dobrudscha. Hier, in unmittelbarer Nähe zum Donaudelta brüten Steppenmöwen und in jahrweise wechselnder Zahl Schwarzhalstaucher, Kolbenenten, Lach- und Schwarzkopfmöwen, Stelzenläufer und Seeregenpfeifer.

Die mehrstündige Fahrt mit dem Linienschiff bringt uns in ein malerisches Fischerdorf im Donaudelta, wo wir für die nächsten drei Nächte Quartier in einer privaten Pension beziehen. Unterwegs können wir bereits Zwergscharben, Weißflügel- und Weibart-Seeschwalben beobachten.

Im Donaudelta: Überall Vögel, Vögel, Vögel…

Im Donaudelta: Überall Vögel, Vögel, Vögel…

5. Tag: Donaudelta und Insel Sachalin
Auf einem morgendlichen Spaziergang am Dorf wollen wir Zwergscharben, Purpurreiher und Weißbart-Seeschwalben beobachten und ausgiebig studieren.

Nach dem Frühstück fahren wir mit Fischerbooten hinein ins Delta: Kuckucke und Baumfalken sind hier allgegenwärtig. Nachtreiher und Zwergscharben sitzen in den Weiden am Ufer und dann sehen wir sie: Pelikane! Ziel unserer Bootsfahrt ist eine sich gerade bildende Lagune um die Nehrungsinsel Sachalin.

Nach einem Mittagessen in der Pension unternehmen wir noch eine kurze Exkursion zu Fuß zur nahen Schwarzmeerküste. Mit etwas Glück finden sich in den Büschen Schwarzstirnwürger, Rotkopfwürger und Blassspötter.


6. Tag: Lacul Rosu und Sfantu Gheorghe
Nach dem Frühstück geht es wieder per Fischerboot über schmale und breitere Wasserarme durch die unendliche Schilfwildnis. Unser Ziel sind die Flachwasserseen im Donaudelta. Jagende Rotfuß- und Baumfalken und die verschiedenen Reiherarten sowie die seltene und gefährdete Moorente sind allgegenwärtig.

Am Nachmittag wandern wir um das Fischerdorf herum. Blauracke und Wiedehopf können hier genauso beobachtet werden wie Rallen-, Nacht-, Seiden- und Purpurreiher.


7. Tag: Adlerbussard und Schlangenadler über uralten Gebirgsstöcken: Der Macin
Nach einem zeitigen Frühstück besteigen wir unser Linienschiff, dass uns entlang der Auenwälder und der Schilfriede aus dem Donaudelta bringt. Frühmorgens besteigen wir ein

Wieder im Bus, geht es vorbei an der Donau durch die nördliche Dobrudscha, durch abwechslungsreiche Landschaften aus Wald, Steppe und Kulturlandschaft. Das uralte Macingebirge ist Lebensraum vieler Greifvogelarten, wie Adlerbussarde, Schrei- und Schlangenadler sowie vom Kurzfangsperber. Aber auch für Reptilien, wie Smaragdeidechse, Taurische Eidechse oder Maurische Landschildkröte, ist das Gebiet ebenso wie für viele Schmetterlingsarten ein wichtiges Verbreitungsgebiet.

Abends queren wir die mächtige Donau ein letztes Mal um in Braila unser Hotel zu beziehen.

Im Macin-Gebirge – eines der ältesten Gebirge Europas

Im Macin-Gebirge – eines der ältesten Gebirge Europas

8. Tag: Steppenseen und Salzvegetation
Von Braila geht es durch die Rumänische Tiefebene Richtung Westen. Ziel sind interessante Steppenseen mit einer reichen Vogelwelt. Neben den Brutkolonien von Brachschwalben, Stelzenläufern und Säbelschnäblern leben hier auch Rostgans, Löffler, Sichler und Limikolenarten. Sumpfschildkröten sind hier ebenso zu Hause wie Laubfrosch und Rotbauch-Unke.

Am Nachmittag geht die Fahrt hinauf in die Karpaten, wo wir in Siebenbürgen Quartier beziehen.


9. Tag: Dracula-Burg und wilde Schluchten
Am Vormittag wandern wir durch das Piatra-Craiului-Gebirge (Königssteingebirge), ein aus jurassischem Kalkstein bestehender Teil der Süd-Karpaten. Die Klamm ist Bestandteil des 148km² großen Nationalpark und Lebensraum von Mauerläufer, Alpensegler, Felsenschwalben, Gebirgsstelzen und Wasseramsel, aber auch von Schlingnatter, Feuersalamander und Gelbbauch-Unke.

Am Nachmittag besuchen wir die Törzburg (Dracula-Burg). Hier besteht auch die Chance, siebenbürgische Souvenirs zu kaufen.


10. Tag: Hochhinaus in die Karpaten: das Bucegi-Gebirge
Mit Bus und Seilbahn geht es hoch hinauf in das Bucegi-Gebirge (Süd-Karpaten). Wir wandern ein wenig auf einem Höhenrücken auf etwa 2.000m und suchen hier typische Gebirgsvögel, wie Bergpieper und Alpenbraunellen. Hier brütet auch die in Rumänien nur an wenigen Orten vorkommende Balkan-Ohrenlerche. Am Nachmittag besuchen wir am Fuße des Bucegi-Gebirges das Schloss Peles, die Sommerresidenz des rumänischen Königs Carol I.

Auf einem Höhenrücken im Bucegi-Gebirge: Lebensraum der Balkan-Ohrenlerchen

Auf einem Höhenrücken im Bucegi-Gebirge: Lebensraum der Balkan-Ohrenlerchen

11. Tag: Abfahrt nach Bukarest und Rückflug

Aus Siebenbürgen geht es hinunter durch die Süd-Karpaten und durch die Walachei wieder zurück zum Flughafen nach Bukarest-Otopeni.

Hinweis: Bei allen Reiseterminen kann es Wetter bedingt zu Programmänderungen kommen. Besondere Ereignisse können dazu führen, dass bestimmte Exkursionsziele nicht erreichbar sind und daher entfallen müssen! Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten!


Reiseleiter: Rolf Nessing


Reisetermin: Freitag, 18.5.2018 - Montag, 28.5.2018

11 Tage / 10 Nächte


Teilnehmerzahl: -14 Personen


Preis: 1.849,00 € pro Person im Doppelzimmer,

Einzelzimmerzuschlag: insgesamt 90,00 € pro Person


Enthaltene Leistungen:

  • Flüge ab/bis Frankfurt nach Bukarest

(andere Abflughäfen auf Anfrage möglich, ggf. mit Aufpreis)

  • 10 Übernachtungen in Hotels und Pensionen mit Frühstück
  • Transport im Kleinbus und per Schiff im Donaudelta
  • alle Eintrittsgelder lt. Programm
  • Deutsche Reiseinsolvenzversicherung durch Zugvogel-Reisen
  • tägliche Vogelliste


Nicht enthaltene Leistungen:

  • Persönliche Ausgaben, Mittagessen, Abendbrot und Getränke


Ausrüstung:

  • Flugplan mit Ihrem Buchungscode
  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Fernglas
  • Falls vorhanden, unbedingt Spektiv und Stativ – es lohnt sich!
  • Regenschutz (auch Regenhose oder Poncho wenn vorhanden)
  • festes Schuhwerk, mögl. gut eingelaufen, Badelatschen
  • Rucksack oder kleine Tasche für den Tagesbedarf
  • Sonnen- und Mückenschutz, Sonnenbrille
  • Bestimmungsbuch: Svensson et al. – Der neue Kosmos Vogelführer (2011)
  • Weiterführende Literatur: Mihai Baciu: Birds from Danub Delta and Surroundings. ISBN 978-973-0-23731-3 (2017)

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Kontakt:

Vogelzug-Reisen
Rolf Nessing
Clara-Zetkin-Straße 16
D-17279 Lychen
Deutschland

 +49 (0)39 888 – 52 584

  +49 (0)172 31 33 241

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