Vogel-Wochenende: Singschwäne, Waldsaatgänse und andere Wintergäste in der Uckermark

17.1.2020:

Abholung einiger Reiseteilnehmer vom Bahnhof in Pinnow (Uckermark). Um 12 Uhr wurde die Reise bei einer deftigen hausgemachten Kartoffelsuppe im Hotel eröffnet. Das Programm des Vogelwochenendes wurde vorgestellt. Der Reiseleiter Rolf Nessing und die TeilnehmerInnen stellten sich vor. Zeitnah nach dem Mittagessen fuhren wir in Fahrgemeinschaften hinaus in den Nationalpark Unteres Odertal. Erste Singschwäne, darunter ein farbberingter Vogel, konnte beobachten werden. Der strenge Wind ließ eine Ablesung des farbberingten Singschwanes leider nicht zu. Die Farbkombination ließ aber auf einen littauischen Singschwan schließen. Ein Zwergsäger, ein Raubwürger in der Ferne, Tundra- und Waldsaatgänse, Weißwangengänse und viele Blässgänse waren im Nationalpark zu sehen.

Am späten Nachmittag wurden über einem großen Schilfgebiet, das ein traditioneller Schlafplatz von Kornweihen und Merlinen ist, konnten wir insgesamt drei wunderschöne Kornweihenmännchen und ein Kornweihenweibchen beobachten. Kraniche, in diesem milden Winter bereits in den Brutrevieren, waren in der Ferne zu hören. Einen Merlin konnten wir dort nicht entdecken, dafür aber einen Raubwürger in guter Beobachtungsdistanz und zwei adulte Seeadler auf ihrem Ruhebaum.

Vor dem Abendessen im Hotel notierten wir die Beobachtungen in der Vogelliste.

 

18.1.2020:

Nach dem Frühstück ging die Fahrt zuerst zu einem Rapsfeld, wo in Straßennähe über 50 Höckerschwäne und 13 Singschwäne im schönsten Morgenlicht zu beobachten und beim lautstarken Einflug auf das Rapsfeld wunderbar zu fotografieren waren.

Danach wurde wiederum das Untere Odertal besucht. Eine Exkursion führte uns in die breite Talaue des Nationalparks: Graugänse, Tundra- und Waldsaatgänse, Weißwangengänse und viele Blässgänse, Silberreiher und Graureiher, Wiesenpieper und Turmfalken waren hier zu beobachten.. Diesmal waren auch die Unterschiede zwischen Tundra- und Waldsaatgänsen gut erkennbar. Mehrere Seeadler flogen umher. Zwei Kraniche in ihren Revierflug (Imponierflug) und Feldlerchen regten zur Klimadiskussion an.

Nach der Lunchpause an einer Tankstelle ging die Fahrt in ein Luchgebiet (breites Tal mit Wiesen und Weiden), das insbesondere für Greifvögel und Falken ein wertvolles Nahrungsgebiet darstellt: uns begrüßte gleich ein rüttelnder Raufußbussard und ein im rasenden Flug nach Wacholderdrosseln jagender Wanderfalke; zwei weibchenfarbige Kornweihen, mehrere Mäusebussarde und Turmfalken und ein Sperber flogen bei milden 7°C herum.

Vor dem Abendessen im Hotel notierten wir wieder die Tagesbeobachtungen in der Vogelliste.

 

Große Schwärme von Wacholderdrosseln wurden beobachtet (Foto: Rolf Nessing)

19.1.2020:

Am Morgen nach dem Frühstück ging die Fahrt in ein altes Naturschutzgebiet innerhalb des Nationalparks Unteres Odertal. Hier waren auf dem mit Schild umgebenen See viele Gänsesäger und unser täglicher Singschwan zu sehen. Ein gemischter Schwarm, bestehend aus Sumpf- und Weidenmeise, Haubenmeise und Schwanzmeise, aber auch Waldbaum- und Gartenbaumläufer und ein Kleinspecht waren im Wald unterwegs. Im Uferwald flog ein Schwarzspecht und an der Waldkante waren Gold- und Grauammern zu beobachten.

Zum Abschluss des Vogelwochenendes besuchten wir die Blumberger Teiche. Hier konnte eine Brandgans beobachtet und zwei „Trötergimpel“, die unpassenderweise offiziell „Trompetergimpel“ benannt werden, gehört werden. Krönender Abschluss waren zwei alte Seeadler, die wunderschön auf einer märkischen Kiefer im besten Licht im Spektiv zu beobachten und zu fotografieren waren.

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