Reisetermin 2018:     19. - 23.8.2018

Reisetermin 2019:     25. - 29.8.2019


Mythos Schorfheide - Wälder, Seen und Jagdgebiet der Mächtigen. 

Wölfe zählen im Bundesland Brandenburg und in der Schorfheide wieder zu den heimischen Tieren. Foto: Wildpark Schorfheide


Die Schorfheide ist eine Wald- und Seenlandschaft im Norden des Landes Brandenburg, etwa 80 km nordöstlich von Berlin. Das Areal umfasst eine Fläche von 660 qkm und ist damit mehr als doppelt so groß wie das Stadtgebiet von München. Die Schorfheide entstand durch die formende Kraft des Eises des Pommerschen Stadiums der Weichseleiszeit vor 15-12.000 Jahren. Ein Wechsel von hügeligen Endmoränenzügen, welligen Grundmoränenplatten, von sanften Tälern und steilen Abbrüchen, von Sanderflächen und Mooren (noch 100 hydrologisch intakte Kesselmoore!), Feldsöllen und vielen kleinen Feuchtgebieten prägt das Aussehen dieser einzigartigen Kulturlandschaft. Mit 240 Seen über 1 ha Größe ist das Gebiet Schorfheide-Chorin das seenreichste Biosphärenreservat Deutschlands. Wald bedeckt das Biosphärenreservat auf 63.824 ha  (49 % der Gesamtfläche). Die Mächtigen vergangener Zeiten hatten hier ihre Jagdgebiete: Kaiser Wilhelm II., Paul von Hindenburg, Friedrich Ebert, Hermann Göhring, Erich Honecker. Die Schorfheide ist artenreich: 1.335 Farn- und Blütenpflanzen; 61 Säugetierarten, darunter Fischotter und Elbebiber; 166 verschiedene Arten von Brutvögeln sowie 45 von Durchzüglern und Wintergästen machen diese Landschaft zu einem Naturrefugium der besonderen Art. Kommen Sie mit und erleben Sie die Schorfheide an ihren schönsten Stellen.


Höhepunkte:

  • Zu den schönsten Stellen der Schorfheide: Wälder, Seen und Moore 
  • Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin - Kulturlandschaft mit seltenen Tieren.
  • Uralte Buchenwälder als UNESCO-Weltnaturerbe.
  • Ehemaliges Zisterzienser-Kloster Chorin, das Ökodorf Brodowin und das Informationszentrum des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin.
  • Auf historischen Wegen: Die Schorfheide als Jagdgebiet der Mächtigen
  • Dem Mythos Wolf auf der Spur

Reiseverlauf:

1. Tag: Anreise und erste Exkursion im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen (inklusive) und erstem Kennenlernen werden wir eine Wanderung in der näheren wald- und wasserreichen Umgebung des Hotels unternehmen.  In dieser großartigen Wald- und Seenlandschaft werden wir die ersten Vögel beobachten und bereits einen Einblick in die Naturvielfalt der Schorfheide erhalten. Genießen Sie nach Ihrer Anreise, die herrliche Luft, den Duft des Waldes, das Licht und den Gesang der Vögel.


2. Tag: UNESCO-Weltnaturerbe-Wald und die Blumberger Teiche

Am Vormittag wandern wir durch den Grumsiner Wald. Als UNESCO-Weltnaturerbe ist ein 590 ha großer Teil dieses Gebietes seit 2011 streng geschützt und ist einer der wertvollsten Wälder Europas. Er bezaubert uns mit seinen alten Bäumen und seinem Urwaldcharakter. Wir sind hier auf der Suche nach Kranich, Waldlaubsänger und Zwergschnäpper. Die Kernzone ist aufgrund ihres Schutzstatusses nicht zu betreten.

Ökologisch wertvolles Totholz ist typisch für naturnahe Wälder wie dem Grumsiner Forst


Danach geht es weiter. Auf dem Weg zum Besuchs- und Informationszentrum des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin an der Blumberger Mühle bei Angermünde besuchen wir den Grimnitzsee, um nach verschiedenen Wasservogelarten zu schauen.

Das Besuchs- und Informationszentrum wird vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) betrieben und bietet viele interessante Informationen zum Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin: Weltweit gibt es 669 (Stand Januar 2016) Biosphärenreservate, die von der UNESCO anerkannt sind. Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin zählt seit September 1990 dazu und steht damit gleichberechtigt in einer Reihe mit so bekannten Schutzgebieten wie dem Yellowstone Nationalpark in den USA oder der Serengeti in Afrika.

Den Nachmittag exkursieren wir entlang der Blumberger Fischteiche. Hier sammeln sich im Sommer viele Enten- und Taucherarten. In den Schilfgebieten leben Drosselrohr- und Teichrohrsänger. Auch Bartmeisen und Beutelmeisen sind Bewohner dieser Schilfflächen.

Die aparten Bartmeisen machen sind oft schon durch ihre "tsching"-Rufe bemerkbar 


Unweit der Blumberger Teiche erkunden wir anschließend einen naturnahen Park mit uralten Bäumen. Ab 1830 wurde der ca. 100 ha große Park im Auftrag der Familie von Redern nach Ideen des Gartengestalter P. J. Lenné gestaltet. Im Park brüten Schwarzspecht und Hohltaube und am Flüsschen Welse, der den Park durchfließt, brüten Gebirgsstelze und Eisvogel.


3. Tag: Wo die Zisterzienser-Mönche wirkten: Kloster Chorin und die naturreiche Kulturlandschaft

Das Kloster Chorin hatte als ehemalige Zisterzienserabtei weitreichende Bedeutung am nördlichen Rand des Einflussbereichs der Askanier (Grenze mit den Slawen). Es wurde 1258 von askanischen Markgrafen gegründet. Zwischen der 1542 erfolgten Säkularisation und dem beginnenden 19. Jahrhundert war es dem Verfall preisgegeben. Dann erfolgten die Sicherung der Ruinen und teilweise Rekonstruktion der Gebäude unter der Leitung von Karl Friedrich Schinkel. Nach der Besichtigung der Klosterruinen erkunden wir die nähere Umgebung des Klosters auf der Suche nach Kernbeißer und Mittelspecht.

Nach dem Mittagessen genießen wir die Landschaft des Choriner Endmoränenbogens und besuchen das auf Initiative von Forstmeister Max Kienitz bereits 1907 als erstes Naturschutzgebiet Norddeutschlands eingerichtete Plagefenn. 1938 erhielt das Plagefenn eine Schutzgebietsverordnung. 1954 wurde die Unterschutzstellung durch das Naturschutzgesetz der DDR aufrecht erhalten. 1957 wurde um das Plagefenn herum das Landschaftsschutzgebiet „Choriner Endmoränenbogen“ gebildet. Bei der Kernzone des Plagefenn handelt es sich um ein Totalreservat, das nicht betreten werden darf. 

Rundblättriger Sonnentau ist eine typische Moorpflanze


4. Tag: Auf dem Kaiser Wilhelm II.-Gedenkstein-Wanderweg durch die Schorfheide

Heute erkunden wir entlang des Gedenkstein-Wanderweges, an dem Kaiser Wilhelm II. (1859 bis 1941) an einigen markanten Stellen Findlinge aufstellen ließ, die typischen Schorfheidewälder. Wir wollen bei einer Wanderung zum Jagdschloss Hubertusstock typische Waldvogelarten entdecken und beobachten. Uralte Huteeichen berichten von früheren Formen der Waldnutzung. Sie verdanken ihre eigenwilligen Formen der langjährigen Viehweide unter ihrem Schirm.

Am Nachmittag sind wir wiederum auf historischen Spuren unterwegs: Wir starten am Hotel Döllnsee. Das Hauptgebäude wurde in den Jahren 1934/1935 im Auftrag von Hermann Göring gebaut und diente zunächst als Gästehaus für Görings Jagdschloss Carinhall, das sich früher am Südostufer des Großen Döllnsees befand.Nach dem zweiten Weltkrieg ging das Gebäude in den Besitz der DDR-Jugendorganisation FDJ über und wurde bis zum Ende des Jahres 1954 als Jugendherberge und anschließend von der DDR-Regierung als repräsentatives Ferien- und Gästehaus genutzt. Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht, Erich Honecker und andere DDR-Prominente waren in dieser Zeit Gäste des Hauses „Döllnkrug“. Weiter geht die Wanderung entlang des Döllnsees. Hier stand bis 1945 Carinhall, repräsentativer Jagdsitz und späterer Wohnsitz des Reichsmarschalls und führenden Nationalsozialisten Hermann Göring. Im umliegenden Wald brüten Schwarzspecht und Schellente, singen typische Waldvögel.


5. Tag: Wisent, Elch, Luchs und Wolf

Nach einem ausgiebigen Frühstück brechen wir zum letzten Höhepunkt unserer Reise auf. Wir besuchen den Wildpark Schorfheide. Der Park umfasst gegenwärtig eine Fläche von ca. 105 ha und hat ein 7 km langes Wanderwegesystem. Neben Wisenten, Elchen und Wölfen können hier auch Wildpferde, Fischotter, Rot- und Damwild sowie Schwarz- und Muffelwild beobachtet werden. Außerdem werden im Wildpark vom Aussterben bedrohte Haustierrassen gezüchtet. Das weitläufige Gelände bietet auch immer wieder Möglichkeiten, einheimische Vögel zu beobachten. Gegen Mittag treten wir individuell die Heimreise an. 

Foto: Wildpark Schorfheide


Hinweis: Bei allen Reiseterminen kann es wetterbedingt zu Programmänderungen kommen. Besondere Ereignisse im Gebiet können dazu führen, dass bestimmte Exkursionsziele nicht erreichbar sind und daher entfallen müssen! Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten! Dadurch stellen wir sicher, dass wir das ergiebigste und spannendste Programm durchführen können.


Reisetermine:

2018: Sonntag, 19.8.2018 – Donnerstag, 23.8.2018

2019: Sonntag, 25.8.2019 – Donnerstag, 29.8.2019

5 Tage / 4 Nächte

Teilnehmerzahl: 5-12 Personen

Reiseleiter: Rolf Nessing

Preis: 640,00 € pro Person im Doppelzimmer,

Einzelzimmerzuschlag: einmalig 80,00 € pro Person

 

Enthaltene Leistungen:

  • 4 Übernachtungen im Hotel mit Frühstück
  • alle Eintrittsgelder lt. Programm  
  • tägliche Vogelliste 

Nicht enthaltene Leistungen:

  • Persönliche Ausgaben
  • An- und Abreise; vor Ort bilden wir Fahrgemeinschaften
  • Mittagessen (wir kaufen uns Lunchpakete vor Ort oder Gaststättenbesuch) und Abendbrot (kann im Hotel eingenommen werden), Getränke 

Ausrüstung:

  • Fernglas
  • Falls vorhanden Spektiv mit Stativ
  • Regenschutz (auch Regenhose oder Poncho wenn vorhanden)
  • Festes, wasserdichtes Schuhwerk, mögl. gut eingelaufen
  • Rucksack für den Tagesbedarf
  • Sonnen- und Mückenschutz, Sonnenbrille
  • Bestimmungsbuch, z.B.: Svensson et al.(2011): Der neue Kosmos Vogelführer
  • Weiterführende Literatur: 
    Dittberner, W. (1996): Die Vogelwelt der Uckermark mit Schorfheide und unterem Odertal. ISBN 3-929192-14-4
    Bernd Siegmund (2018): Uckermark, Schorfheide, Barnim - Reiseführer. ISBN 9783945983461

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Kontakt:

Vogelzug-Reisen
Rolf Nessing
Clara-Zetkin-Straße 16
D-17279 Lychen
Deutschland

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